Jan Marsalek, Vania Gaberova, Orlin Rusev, Biser Dzhambazov, Katrin Ivanova und Ivan Stoyano spionierte für Russland

Enthüllt: Jan Marsalek als Spion für Russland – Erfahre die schockierenden Details über 5 angeklagte Bulgaren in Großbritannien!

Heute 26. September.2023 wurden fünf Bulgaren vor dem Westminster Magistrates‘ Court in Großbritannien angeklagt: der Anführer der Bande, der 45-jährige IT-Spezialist Orlin Rusev, und seine Komplizen – Biser Dzhambazov, Katrin Ivanova, Ivan Stoyanov und Vania Gaberova (Vanya) 1.Орлину Русеву, 2.Бисеру Джамбазову, 3.Катрин Ивановой, 4.Ивану Стоянову и 5.Ване Габеровой. Sie werden beschuldigt, zwischen August 2020 und Februar 2023 Informationen für ein anderes Land gesammelt zu haben, was der Sicherheit und den Interessen des Vereinigten Königreichs schadete, sowie einer Reihe kleinerer Vergehen wie dem Besitz gefälschter Dokumente.

Video: Vanya Gaberova

Alle haben in den letzten Jahren in Großbritannien gelebt und gearbeitet: Dzhambazov war Fahrer in einem Krankenhaus, Ivanova (seine Partnerin) Laborassistentin in einer Klinik, Vania Gaberova Kosmetikerin. Der Anführer der Bande, Orlin Rusev, wurde den Ermittlern zufolge von keinem Geringeren als Jan Marsalek angeheuert, einem der meistgesuchten Betrüger der Welt, der früher als operativer Leiter des deutschen Zahlungsunternehmens Wirecard tätig war.

Im Jahr 2020 enthüllten The Insider, Bellingcat und Der Spiegel, dass Marsalek am 19. Juni nach Russland geflohen war, einen Tag nachdem Wirtschaftsprüfer festgestellt hatten, dass in der Bilanz von Wirecard mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar fehlten. Spätere Ermittlungen brachten Marsaleks enge Verbindungen zum russischen Geheimdienst ans Licht: Er arbeitete seit 2015 mit dem GRU zusammen und half dem russischen Geheimdienst unter anderem beim Aufbau von PMCs in afrikanischen Ländern, beschaffte Informationen durch bestochene österreichische Sicherheitsbeamte und führte andere heikle Aufgaben aus.

Marsalek begann bereits 2014 mit zusammenzuarbeiten. Rusev, ein Experte für digitale Überwachung, stellte ihm verschlüsselte Kommunikationsgeräte zur Verfügung und rekrutierte mindestens vier weitere der oben genannten bulgarischen Staatsbürger für sein Team, um sie im Umgang mit Spionageausrüstung und verschlüsselter Kommunikation für Überwachungszwecke zu schulen. Welche Informationen die Bulgaren für Marsalek sammelten, wurde bisher nicht bekannt.