Sunak besucht Nordirland nachdem O’Neill zur ersten nationalistischen Führerin wird

UK’s Sunak besucht Nordirland, nachdem Michelle O’Neill als erste nationalistische Führerin ernannt wurde. Erfahren Sie mehr über die politischen Ereignisse in der Region.

Der britische Premierminister Rishi Sunak besuchte Nordirland, nachdem Michelle O’Neill von der irisch-nationalistischen Partei Sinn Fein zur ersten nationalistischen Führerin der Region gewählt wurde. Dieser historische Moment markiert einen bedeutenden Wandel in der politischen Landschaft Nordirlands.

Nach einer zweijährigen politischen Blockade hat die pro-britische Democratic Unionist Party (DUP) ihre Blockadehaltung in Bezug auf den Brexit aufgegeben. Dies führte zur Wahl von O’Neill als Regionalpräsidentin. Es handelt sich hierbei um das erste Mal, dass eine Vertreterin einer pro-irischen Partei diese Position einnimmt, was von Beobachtern als historischer Moment bezeichnet wird.

Die Wahl von O’Neill zeigt, wie sehr sich Nordirland verändert hat. Bei der Teilung Irlands im Jahr 1921 wurden die Grenzen von den Briten gezielt rund um protestantische Gebiete gezogen, um in Nordirland dauerhaft eine pro-britische Mehrheit zu installieren. Trotzdem ist bei den Wahlen im Frühling 2022 mit Sinn Fein, die einst als politischer Arm der terroristischen Irisch-Republikanischen Armee (IRA) galt, erstmals eine nationalistische Partei zur stärksten Kraft avanciert.

O’Neill hat versprochen, eine Regionalpräsidentin für die gesamte Bevölkerung zu sein. Sie hat jedoch auch erklärt, dass das Ziel der Nationalisten eines vereinigten Irlands nun in „Griffnähe“ rücke.

Die Regierungsbildung dürfte jedoch schwierig werden, da die DUP ihre Ablehnung einer Regierungsbeteiligung bekräftigt hat, solange es keine Änderungen am Nordirland-Protokoll gibt, das im Post-Brexit-Abkommen mit der EU die Zollvorschriften für die Region regelt.

Sunak hat Tempo bei der Regierungsbildung gefordert. Sein Besuch in Nordirland kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Region sich mit den Auswirkungen des Brexit und der neuen politischen Führung auseinandersetzt. Es bleibt abzuwarten, wie die Beziehungen zwischen Großbritannien und Nordirland unter der Führung von O’Neill und mit der fortgesetzten Unterstützung von Sunak gestaltet werden.